29.09.2020  | ZÜBLIN Timber

Universität Witten/Herdecke: Start der Holzbauarbeiten für den Campus-Neubau

Foto: UW/H / Johannes Buldmann
Foto: UW/H / Johannes Buldmann
Foto: UW/H / Johannes Buldmann
Foto: Björn Rolle

Witten, 29.9.2020        Mit dem Start der Holzbauarbeiten hat die zentrale Bauphase für den Holzhybrid-Erweiterungsbau auf dem Campus der Universität Witten/Herdecke (UW/H) begonnen. Derzeit montiert das Projekt-Team von ZÜBLIN Timber die ersten Holzelemente für das viergeschossige Gebäude, die parallel zum Bau am Stammwerk Aichach modellbasiert und millimetergenau vorgefertigt werden. Bis Anfang November wird die komplette Montage von 1.200 m3 zertifiziertem Fichtenholz abgeschlossen sein; binnen nur neun Wochen werden dabei in zwei Bauabschnitten rd. 10.000 unterschiedliche Teile verbaut – von der Skelettkonstruktion aus Brettschichtholz über die Fassadenschalung aus naturbelassener heimischer Lärche bis hin zu LENO-Brettsperrholz-Elementen für Decken und Wände.

Vom Tragwerk über den Innenausbau bis zur Fassade - das vielfältige statische und konstruktive Potenzial von Holz als Baustoff schöpft das verantwortliche Berliner Architekturbüro Kaden+Lager für den Campus-Neubau vollständig aus. Darüber hinaus wird das Gebäude unter anderem aufgrund des Holzbaus als eines der nachhaltigsten Hochschulgebäude Deutschlands Maßstäbe setzen, denn jeder der verbauten 1.200 m3 Holz bindet eine Tonne klimaschädliches CO2. „Es gibt keinen Werkstoff, der nachhaltiger als Holz wäre. Die Entscheidung, für den Neubau diesen ökologisch wertvollen Baustoff zu verwenden, ist damit auch ein Bekenntnis zu einer insgesamt nachhaltigen Universität. Auch die modulare Bauweise hilft uns dabei, denn sie ermöglicht vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre“, sagt Jan Peter Nonnenkamp, Kanzler der UW/H. Im Spätsommer 2021 ist es soweit – dann übergibt ZÜBLIN Timber den multifunktionalen Erweiterungsbau mit 6.800 m2 Bruttogeschossfläche, in dem neben Büros, Verwaltungs-, Seminar- und Veranstaltungsräumen auch die Bibliothek und ein Café Platz finden, an die Universität Witten/Herdecke.

Holzbau ermöglicht hohe Flexibilität bei der Raumgestaltung
„Wir kommen mit der Montage der Holzelemente gut voran, während parallel noch die Rohbau-Arbeiten laufen und zeitnah abgeschlossen werden können. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem ZÜBLIN-Team aus Duisburg sind die Holzbau-Arbeiten des ersten Bauabschnitts bereits abgeschlossen“, berichtet Bauleiterin Theresa Fischer von ZÜBLIN Timber. Neben der Nachhaltigkeit durch Nutzung eines natürlichen, nachwachsenden Rohstoffs, besonders guten Dämmeigenschaften und der signifikant verkürzten Bauzeit durch den hohen Grad der Vorfertigung ermöglicht der Holzbau eine hohe Flexibilität bei der Raumgestaltung, die auch den Campus-Neubau der Universität Witten/Herdecke auszeichnen wird: Im größtenteils offen und kommunikativ angelegten Gebäudeinneren können Räume durch herausnehmbare oder ergänzende Wände schnell und variabel an veränderte Nutzungsbedürfnisse angepasst oder umgebaut werden; hierfür wurden entsprechende statische und technische Voraussetzungen geschaffen. Auch ein möglicher Anschluss des Neubaus an die Bestandsbauten auf dem Campus wurde bereits berücksichtigt. Für das Holzhybrid-Gebäude ist ein BNB-Zertifikat in Silber für nachhaltiges Bauen beantragt worden.

Bild 1: Blick auf den Campus-Neubau der Universität Witten-Herdecke: Die Montage der Holzelemente hat begonnen.
Bild 2: Anlieferung eines Fachwerkträgers: Nach nur rd. neun Wochen werden die umfangreichen Holzarbeiten an dem Holzhybrid-Neubau abgeschlossen sein.
Bild 3: Auch im Inneren des Neubaus dominiert Holz als Baustoff.
Bild 4: Campusplatz und Haupteingang Neubau Universität Witten/Herdecke