ZÜBLIN startet die Holzbauarbeiten beim Martin-Behaim-Gymnasium

27.02.2026
v.l.n.r. Felix Jentges (stv. Schulleiter MBG), Thorsten Brehm (Stadtkämmerer der Stadt Nürnberg), Cornelia Trinkl (Schulreferentin der Stadt Nürnberg), Sabine Stahl (Prokuristin WBG Kommunal GmbH), Friedhelm Klöhr (Schulleiter MBG), Ralf Schekira (GF WBG Nürnberg), Michael Weinmann (Techn. GL Ed. Züblin AG) © Kathrin Weinmann, Ed. Züblin AG
© Kathrin Weinmann, Ed. Züblin AG

Der Neubau des Martin-Behaim-Gymnasiums erreicht einen wichtigen Meilenstein: Nach Abschluss der Stahlbetonbauarbeiten startete Ende Februar der Holzbau. Somit wächst das Gebäude ab jetzt in die Höhe. Der neue Bildungscampus gehört zu den größten Schulneubauprojekten Deutschlands. Der Neubau bietet eine moderne und nachhaltige Lernumgebung für rund 1.700 Schüler:innen. 
 
Das Schulgebäude entsteht inklusive Sporthalle und Mensa mit einer Bruttogeschossfläche von rund 30.000 m² in moderner Holz-Bauweise. Die Dach- und Fassadenarbeiten sowie die konstruktiven Holzbau- und Stahlarbeiten für den Neubau werden im Auftrag der WBG KOMMUNAL GmbH von der ZÜBLIN-Direktion Bayern gemeinsam mit der Holzbauspezialistin ZÜBLIN Timber realisiert. 
 
Besonderheiten der Holzkonstruktion 
Insgesamt kommen rund 7.000 m³ Holz zum Einsatz. Verarbeitet werden unter anderem Holzmodule aus LENO®-Brettsperrholz, Brettschichtholz und BauBuche. Die Tragkonstruktion besteht aus massiven Brettschichtholz-Stützen und Unterzügen sowie Buche-Furnierschichtholz in hochbelasteten Bereichen. Die Fassade des Martin-Behaim-Gymnasiums wird als Holzrahmenbaukonstruktion mit einer Holz-Lamellen-Schalung auf einer Fläche von rd. 6.000 m² ausgeführt. Damit setzt das Projekt nicht nur architektonisch, sondern auch in puncto Nachhaltigkeit ein starkes Zeichen. Die Holzelemente werden im Werk von ZÜBLIN Timber in Aichach präzise vorproduziert, was zu einer deutlichen Verkürzung in der Bauzeit führt. 

„Mit Ausnahme der Treppentürme entsteht das Gebäude oberhalb der Kellerdecke vollständig in Holzbauweise. Zentrales Merkmal der individuellen Konstruktion ist der bewusste Verzicht auf eine Holzbetonverbunddecke. Dies erfordert innovative statische und brandschutztechnische Detaillösungen, da viele Holzbauteile sichtbar bleiben und keine zusätzliche Brandschutzbekleidung erhalten“, erklärt Michael Weinmann, Projektverantwortlicher der Ed. Züblin AG, Direktion Bayern.  

In den vergangenen Wochen wurden mehrere hundert Kernbohrungen millimetergenau in die Bodenplatte eingebracht, um die Verankerungsdübel präzise zu setzen. Auf Grundlage dieser und weiterer Vorarbeiten konnten die ersten Holzstützen des Erdgeschosses montiert werden. Im nächsten Schritt folgen die Unterzüge, anschließend die Brettsperrholzwände und Deckenelemente, welche größtenteils Rippendecken sind. Den Abschluss bilden die nichttragenden Außenwände des Erdgeschosses. Ab dem ersten Obergeschoss werden diese Holzrahmenbauwände mit werkseitig eingebauten Fenstern und teilweise vormontierter Holzfassade geliefert.  

Aufgrund der großen Anzahl an Einzelbauteilen und der erforderlichen Präzision wird die Montage des Erdgeschosses mehrere Wochen in Anspruch nehmen. In den oberen Geschossen wird der Baufortschritt dann deutlich beschleunigt werden, da hier kein aufwendiger Toleranzausgleich mehr zum Beton erfolgen muss und die Verbindungen der Holzbauteile untereinander schneller ausgeführt werden können.