- Holzbauzeit von nur neun Monaten
- Verbindung von Nachhaltigkeit und Modernität
- Gesamtfertigstellung voraussichtlich Anfang 2027
Die Holzbauarbeiten beim Grünen Betriebshof in Mannheim konnten nach einer Bauzeit von nur neun Monaten im Mai 2026 abgeschlossen werden. Aktuell sind die Ausbaugewerke bereits in vollem Gange. Es folgen noch der finale Innenausbau sowie die Außenanlagen, bevor das Projekt voraussichtlich Anfang 2027 fertiggestellt wird.
Das zukunftsweisende Arbeitsquartier wurde im Auftrag der GBG Sonderimmobilien GmbH realisiert und umfasst ein dreigeschossiges Hauptgebäude in Holz-Hybrid-Bauweise mit Verwaltungs- und Büroflächen. Ergänzt wird der Komplex durch Werkstattgebäude mit Holzfassade sowie eine umlaufende, U-förmige und begrünte Garage. Der Grüne Betriebshof soll Nachhaltigkeit und moderne Arbeitsplätze miteinander verbinden.
Holzbau beim Grünen Betriebshof
Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt rd. 1.700 m³ Holz verbaut. Derzeit werden noch letzte Restleistungen ausgeführt. Vor deren Abschluss erfolgt zunächst der Einbau der Türen und Tore.
Hauptgebäude: Das Hauptgebäude wurde in Holz-Hybrid-Bauweise ausgeführt. Dabei kamen unter anderem rd. 4.400 m² HBV-Deckenelemente aus vorgefertigten Betonfertigplatten und Brettschichtholz-Rippen zum Einsatz. Die Konstruktion verbindet die Eigenschaften von Holz und Beton und erfüllt hohe Anforderungen an Stabilität und Dauerhaftigkeit. Für die tragenden Stützen und Unterzüge wurden rd. 130 m³ BauBuche verwendet. Aufgrund seiner hohen Druckfestigkeit eignet sich das Material insbesondere für tragende Konstruktionen. Darüber hinaus wurden rd. 2.500 m² Holzrahmenbau-Außenwände verbaut.
Werkstätten: Auch die Werkstattgebäude erhielten eine Holzfassade. Hier wurden rund 2.000 m² Wandelemente mit integrierten Fensterelementen montiert. Zusätzlich kamen 30 Fachwerkträger mit einer Spannweite von jeweils 20,15 m zum Einsatz, die großzügige und flexible Raumstrukturen ermöglichen.
„Die Realisierung des Grünen Betriebshofs hat gezeigt, wie leistungsfähig moderner Holzbau im kommunalen Kontext sein kann. Wir konnten die Vorteile des industriellen Holzbaus voll ausspielen: kurze Montagezeiten, reduzierte Baustellenlogistik und eine hohe Ausführungsqualität. Gleichzeitig erfüllt das Projekt anspruchsvolle funktionale und gestalterische Anforderungen. Das Ergebnis unterstreicht die hohe Kompetenz aller Beteiligten.“ Stefan Mederle, Leitung Holzbau und Fassade bei ZÜBLIN Timber.
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© Tobias Magin/ZÜBLIN -
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© Jonas Knecht/ZÜBLIN Timber