Viele können sich gar nicht vorstellen, was heute alles möglich ist – sowohl beim Bauen mit Holz als auch bei der Bearbeitung von Holz.

Florian
© Sandra Sitzmann/ZÜBLIN Timber
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Arbeiten an der Plattenbearbeitungsanlage. Florian gibt einen Einblick.

Florian ist bereits seit 2005 im Unternehmen und hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt. Jetzt ist er als Anlagenbediener für unsere Plattenbearbeitungsmaschine zuständig. Ein Job, der handwerkliches Geschick und die Begeisterung für Computerprogramme vereint. So wird es Florian nie langweilig. 

  • Trotz Vorbereitung ist kein Arbeitstag planbar. Spontane Änderungen oder Materialabweichungen verlangen technisches Know-how und ein ruhiges Händchen – das macht den Job so spannend.

    Florian

Wie bist du auf ZÜBLIN Timber aufmerksam geworden?

Ich komme aus der Region und kannte ZÜBLIN Timber deshalb schon lange. Außerdem arbeiten einige Bekannte hier. Schon früh war für mich klar, dass ich einen Beruf mit Holz erlernen möchte. Deshalb habe ich hier 2005 meine Ausbildung zum Zimmerer begonnen. Nach der Ausbildung konnte ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Da mich große Maschinen und die Arbeit mit Computerprogrammen schon immer interessiert haben, bin ich schließlich an die Plattenbearbeitungsanlage gewechselt.

Warum hast du dich für einen Job im Holzbau / als Anlagenbediener entschieden?

Mich begeistert die Arbeit mit Holz. Es ist ein natürlicher Werkstoff, mit dem man unglaublich viel umsetzen kann. Gleichzeitig fasziniert mich die Technik hinter den modernen Produktionsanlagen. Viele können sich gar nicht vorstellen, was heute alles möglich ist – sowohl beim Bauen mit Holz als auch bei der Bearbeitung von Holz.

Wie wird man Anlagenbediener:in?

Eine spezielle Ausbildung zur:zum Anlagenbediener:in gibt es nicht. Wichtig ist vor allem das Interesse an Technik und an den Abläufen einer modernen Produktionsanlage. Man sollte außerdem keine Berührungsängste mit Computern haben. Das eigentliche Fachwissen lernt man direkt an der Maschine. Dabei unterstützen die erfahrenen Kolleg:innen, die ihr Wissen weitergeben und einen Schritt für Schritt einarbeiten.

Was sind deine typischen Aufgaben?

Zu meinen Aufgaben gehört es, die Brettsperrholz-Plattenrohlinge in die Maschine einzulegen und den gesamten Bearbeitungsprozess zu überwachen. Ich steuere die Anlage, kontrolliere die Qualität der Bearbeitung und stelle sicher, dass alles reibungslos läuft. Dabei arbeite ich eng mit meinen Kolleg:innen zusammen, damit die Produktion effizient und präzise abläuft. So wird es nie langweilig.

Was ist das Besondere an der Hundegger Plattenbearbeitungsanlage (PBA)?

Die Hundegger PBA war die erste Anlage ihrer Art und gehört bis heute zu den größten Plattenbearbeitungsanlagen weltweit. Beeindruckend sind vor allem die Dimensionen der Bauteile, die wir hier bearbeiten. Auch nach vielen Jahren staune ich immer wieder darüber, welche Größen diese Platten erreichen können.

Was sollte man für den Job mitbringen?

Wichtig sind handwerkliches Geschick und ein gutes Auge für Details. Gleichzeitig sollte man selbstständig arbeiten können und Verantwortung übernehmen wollen. Wer gerne praktisch arbeitet und sich für Technik begeistert, bringt schon gute Voraussetzungen mit.

Was ist dein Lieblingsprojekt?

Besonders spannend finde ich Projekte aus dem Ingenieurholzbau, also alles, was etwas spezieller und technisch anspruchsvoller ist. Ein Highlight waren für mich die Säulen für den Hauptbahnhof Stuttgart 21 oder die Bauteile für das Gare Maritime in Brüssel. Aktuell finde ich die Verarbeitung von BauBuche sehr spannend. Hier machen wir gerade erste Tests. Das Material ist deutlich härter als viele andere Holzwerkstoffe und stellt uns deshalb vor neue Herausforderungen.

Du arbeitest in Schicht. Wie läuft das genau und welche Vorteile hat dieses Modell für dich?

Ich arbeite im wöchentlichen Wechsel in Früh-, Spät- und Nachtschicht. Die Arbeitszeiten sind klar geregelt und die Schichtpläne stehen mit ausreichend Vorlauf fest. Dadurch kann ich meine Freizeit gut planen. Je nachdem, in welcher Schicht ich gerade arbeite, ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten, private Termine wahrzunehmen oder etwas zu unternehmen. Außerdem funktioniert die Zusammenarbeit im Team sehr gut: Was ich in meiner Schicht nicht mehr erledigen kann, wird nahtlos von meinen Kolleg:innen übernommen.