Traut euch einfach! Das Handwerk bietet viele tolle Möglichkeiten und abwechslungsreiche Aufgaben für Mädchen und Frauen.

Regina
© Sandra Sitzmann/ZÜBLIN Timber
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Regina ist Zimmerin und berichtet von ihrem Alltag in einem männerdominierten Beruf.

Durch ein Praktikum wurde Regina auf ZÜBLIN Timber aufmerksam. Aus unserer Produktion ist sie nicht mehr wegzudenken und zeigt, dass Frauen in Handwerksberufen aufgehen können. 

  • Ich bekomme als Frau keine anderen Aufgaben. Am wichtigsten ist, dass die Teams gut zusammenpassen, sich gegenseitig unterstützen und sich ergänzen. So können wir jede Herausforderung gemeinsam meistern.

    Regina

Warum hast du dich für den Beruf der Zimmerin entschieden?

Für mich war schon während der Schulzeit klar, dass ich später keinen reinen Bürojob machen möchte. Im Werkunterricht hat mir die Arbeit mit Holz immer besonders viel Spaß gemacht. Außerdem ist mein Onkel Zimmerer, wodurch ich schon früh Einblicke in das Material und den Beruf bekommen habe. Dann habe ich bei ZÜBLIN Timber ein Praktikum als Zimmerin gemacht und schnell gemerkt, dass mir die Arbeit richtig gut gefällt. Deshalb habe ich mich anschließend für eine Ausbildung hier entschieden. Seit meinem Ausbildungsabschluss im Jahr 2024 arbeite ich nun als ausgelernte Zimmerin im Unternehmen.

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?

Am liebsten fahre ich mit den Kränen, die wir hier in den Produktionshallen haben. Das macht mir total viel Spaß und erleichtert gleichzeitig das Arbeiten mit schweren Holzteilen enorm.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir nicht. Dafür sind die Aufgaben einfach zu abwechslungsreich. Oft ergeben sich im Laufe des Tages noch spontane Arbeiten, mit denen man morgens noch gar nicht gerechnet hat.
Grundsätzlich startet der Tag aber damit, dass wir uns im Team abstimmen und die Aufgaben besprechen. Ich arbeite häufig mit denselben Kolleg:innen zusammen, deshalb sind wir ein eingespieltes Team und wissen genau, wie wir am besten arbeiten.
„Leichtere“ Aufgaben bekomme ich als Frau übrigens nicht. Viel wichtiger ist, dass die Teams gut zusammenpassen, sich gegenseitig unterstützen und sich ergänzen.

Was ist dein Lieblingsprojekt?

Besonders viel Spaß gemacht haben mir die Arbeiten für den Grünen Betriebshof in Mannheim. Dort habe ich an den Holz-Beton-Verbund-Deckenelementen mitgearbeitet. Gemeinsam im Team haben wir große Balken mit Vollgewindespax verschraubt.
Aktuell arbeite ich am Holzrahmenbau für die Grund- und Mittelschule an der Zielsattstraße. Auch dieses Projekt gefällt mir sehr gut. Generell ist aber jedes Bauvorhaben auf seine Weise spannend und herausfordernd, was den Beruf für mich so spannend macht.

Du arbeitest als Frau in einem sehr männerdominierten Beruf. Wie gehst du damit um? Hast du teilweise mit Vorurteilen zu kämpfen?

Mit der Geschlechterverteilung habe ich überhaupt keine Probleme. Ich werde von meinen Kollegen vollkommen akzeptiert und respektiert. Wir kommunizieren offen miteinander, unterstützen uns gegenseitig und lachen auch viel zusammen.
Mit Vorurteilen hatte ich bisher auch kaum zu tun. Ich konnte im Laufe der Zeit zeigen, was ich kann, und habe mir meinen Platz im Team erarbeitet.

Was würdest du Mädchen und Frauen raten, die ins Handwerk wollen?

Mein wichtigster Rat wäre: Traut euch einfach! Gerade am Anfang lohnt es sich, verschiedene Praktika zu machen, um herauszufinden, welcher Betrieb und welche Kolleg:innen wirklich zu einem passen. Außerdem sollte man mutig sein, Fragen stellen und eigene Ideen einbringen. Das Handwerk bietet unglaublich viele Möglichkeiten und abwechslungsreiche Aufgaben.

Drei Worte, die deinen Beruf am besten beschreiben?

Vielseitig – Spaßig – Anspruchsvoll

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ab Oktober mache ich eine Weiterbildung zur Bautechnikerin. Ich werde aber weiterhin Vollzeit als Zimmerin arbeiten und die Schule abends sowie samstags absolvieren. Mein Plan für danach ist, hier im Betrieb in das Büro zu wechseln und dann in der Arbeitsvorbereitung zu arbeiten. Besonders schön finde ich, dass ich dort weiterhin eng mit meinen aktuellen Kolleg:innen zusammenarbeiten könnte.

Wie verbringst du deine Zeit, wenn du nicht arbeitest?

In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne schwimmen. Ansonsten haben wir zu Hause eine Landwirtschaft, hier ist also auch immer etwas zu tun. Meistens beschäftige ich mich dann mit unseren Kühen. Ansonsten schaue ich auch gerne Filme und Serien und bin in der Natur unterwegs.